Hillerød Stadtwerke

Problem

Hillerød Forsyning produzierte einen großen Teil seiner Fernwärme auf Basis von Holzschnitzeln (Biomasse). Obwohl diese Produktion fossilfrei ist, suchte das Unternehmen nach einer Möglichkeit, den Brennstoffverbrauch zu reduzieren, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig von günstigen oder überschüssigen Strommengen im Netz zu profitieren. Besonders in den Sommermonaten war der Wunsch groß, die Wärmeproduktion flexibler und wirtschaftlich attraktiver zu gestalten.

Lösung

Nach 4 Monaten Projektlaufzeit, wurde im Frühjahr ein 50MW Elektrodenkessel von INOPOWER in Betrieb genommen. Die Grundfläche der Anlage ist kompakt, der Kessel ist 7,6m hoch und fasst 15.000 Liter Wasser. Seit der Inbetriebnahme werden mit dem Elektrodenkessel niedrige Wärmepreise mit reduziertem CO₂   Abdruck und hoher Versorgungssicherheit genutzt. Da der Kessel nur läuft, wenn der Strompreis niedrig ist, trägt er so zur wirtschaftlichen Optimierung der Fernwärmeproduktion bei. Außerdem wird der Elektrodenkessel als „Reservelast“ für das Stromnetz eingesetzt. Durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt wird eine attraktive Vergütung erzielt, die sich in folgende zwei Bereiche unterteilt:

1) Verfügbarkeit des Elektrodenkessels zur Netzregelung – unabhängig vom tatsächlichen Betrieb wird ein Leistungspreis gezahlt 

2) Nutzung des Elektrodenkessels – für die tatsächliche Netzregelung wird ein Arbeitspreis gezahlt.

Resultat

Bereits im ersten Sommer nach der Inbetriebnahme zeigte die Anlage deutliche Effekte: 

  • 50 % der gesamten Sommerwärmeproduktion wurden durch den Elektrodenkessel erzeugt •    Rund 8.000 Tonnen Holzschnitzel wurden eingespart
  • Kosten der Wärmeproduktion konnten deutlich gesenkt werden, da der Kessel bei niedrigen Strompreisen betrieben wurde
  • Zusätzliche Einnahmen durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt wurden erzielt
  • Höhere Versorgungssicherheit durch eine zusätzliche fossilfreie Energiequelle wurde erreicht

 

Für Hillerød Forsyning ist der Elektrodenkessel ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer flexiblen, nachhaltigen und wirtschaftlich attraktiven Wärmeversorgung.